Der frühe Tod der männlichen Küken

oder:

Es lebe der Bruderhahn

Soeben erfahren wir aus der Presse, dass die Geflügel-Brütereien in NRW spätestens ab Januar 2015 keine männlichen Küken mehr töten dürfen. Die erste Frage, die sich einem aufmerksamen Leser dabei aufdrängt, ist natürlich: „Wieso werden die überhaupt so früh getötet?“

Mastziel nicht zu erreichen

Viele Eier im Handel = viele Hühner in den Legebetrieben. Und in den Kühltheken der Supermärkte oder in der Pommesbude sensationell günstige Hähnchen. Das passt doch zusammen – dachten wir zumindest. Aber damit liegen wir falsch. Hühner, die für die Eierproduktion gezüchtet werden, haben andere Merkmale. Die Hähnchen, die aus dieser Züchtung erwachsen würden, sind für die Mast völlig ungeeignet: sie wachsen zu langsam, was eine Mastdauer von mindestens 20 Wochen zur Folge hat, und sie haben weniger Fleisch. Beides sind wirtschaftliche K.O Kriterien.

Auch BIO-Hühner sind betroffen

Auch die glücklichen Hühner in den Biobetrieben haben Brüder, die sich aus den gleichen Gründen nicht zur Mast eignen. Wer BIO-Eier produziert, kauft in der Regel nur weibliche Küken. Die Brütereien bleiben auf den männlichen Küken ebenso sitzen wie ihre konventionellen Wettbewerber.

Dem Elend ein Ende setzen

In einem Video der deutschen Welle lernen wir die Brüterei Hockenberger aus Baden-Württemberg kennen, die immerhin schon 10 % der männlichen Küken lebend vermarkten kann. Und wir treffen den Biobauern Carsten Bauck, der sich zum Prinzip gemacht hat, mit jedem Legehennen-Küken auch ein Hähnchen abzunehmen. Die lange Mastzeit finanziert er über einen höheren Eierpreis, der von den Kunden erstaunlich gut angenommen wird. Nun entsteht allmählich sogar eine Nachfrage nach den Hähnchen wegen ihrer besonderen Fleischqualität. Sogar ein Hersteller von Babynahrung steht in den Startlöchern.

Das Video findet Ihr auf einer Seite der FAZ.

Aus der Idee von Carsten Bauck ist inzwischen die Bruderhahn-Initiative entstanden, in der sich Brütereien, Mastbetreibe, Großhändler und Verbraucher zusammen schließen.

Die tragische Konsequenz aus dem Urteil

Derzeit ist das Tötungsverbot ausschließlich in NRW gültig. Solange die anderen Länder und Staaten sich nicht anschließen, steht zu erwarten, dass die Arbeit der hiesigen Brütereien in Kürze von den angrenzenden Ländern übernommen wird. Die Hähnchen werden also weiterhin schon am ersten Lebenstag getötet.

Und was tun wir?

Wer diesem Treiben nicht länger tatenlos zusehen möchte, hat es nicht leicht. Hier und da auf dem Land finden sich kleinere Hühnerhalter, die mit besonderen Züchtungen die Möglichkeit haben, die Hähnchen zusammen mit den Hühnern großzuziehen. Oft als Hobbybetriebe entstanden, gebührt ihnen unsere Anerkennung für ihren Einsatz und ihre liebevolle Art, die Tiere zu halten. Wer solch einen Betrieb in der Nähe hat, ist gut versorgt.

Auch kann es eine gute Idee sein, beim Kauf im Bioladen immer wieder nach Bruderhähnen zu fragen. Zwar wird es die noch nicht flächendeckend geben, aber wir erregen immerhin etwas mehr Aufmerksamkeit.

Damit niemand mehr sagen kann: „Wir haben das nicht gewusst“.

Weitere Infos zum Thema:

taz-Beitrag: Brüder zur Sonne, zum Kochtopf vom 20.11.2013
Die Bruderhahn Initiative Deutschland
Die Welt-Beitrag mit einem interessanten Video aus einer Schlachterei: NRW untersagt Massen-Tötung männlicher Küken

 

Geld als Spiegel

Wenn es um Geld geht, hört in der Regel der Spaß auf. Deshalb spricht man am besten nicht über Geld. Man hat es einfach – oder auch nicht.

Geldüberzeugungen

Sprüche wie oben gibt es viele. Wenn Sie mehr davon möchten, holen Sie sich einfach die Sammlung „Geheimnisse des Geldes“ von Reiner Kreutzmann, die die Firma Schönherr zum kostenlosen Download anbietet.

Aber wie lauten denn Ihre eigenen Überzeugungen zum Thema Geld? Macht es glücklich oder unglücklich? Stinkt es? Oder repräsentiert es gar die Fülle Ihres Lebens?

Wenn Sie der Meinung sind, dass mit Geld nichts Gutes einhergehen kann, dass Reiche die schlechteren Menschen sind, und dass viel Geld gerne für Manipulationen missbraucht wird, und wenn Sie außerdem wissen, dass man nur mit harter Arbeit Geld verdienen kann, dann sind Sie etwa genau dort, wo ich mich vor gar nicht so langer Zeit auch befand.

Zum Glück hatte ich aber auch eine weitere Überzeugung zum Thema Geld: Ich glaubte fest daran, dass immer genug da sein wird.

Umgekehrt kausal

Spätestens seit wir mit der Krümmung von Raum und Zeit konfrontiert wurden, es also keine Geraden mehr in unserem Leben gibt, müssen wir uns damit abfinden, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge vorkommen, sondern leicht auch mal die Richtung ändern. Die alte Denkweise von Ursache und Wirkung verliert ihre Gültigkeit, und die Wirkung kann durchaus auch einmal die Ursache beeinflussen.

Okay, zugegeben, wenn Sie mich nun für einen Spinner halten, kann ich Ihnen das natürlich nicht verdenken. Aber vielleicht haben Sie ja Lust, das Ganze mit mir einmal weiter zu spinnen – einfach aus Spaß, oder vielleicht sogar mit dem Ziel, mehr Geld in der Tasche zu haben.

Hey, das ist wirklich so lustig und auch so leicht wie ich es schreibe.

Und es bedeutet nichts weiter, als dass Ihre Überzeugungen (z.B. über Geld) Ihnen auch genau den Reichtum bescheren, der Ihnen kraft Ihrer Überzeugung zusteht. So wird Geld zum Spiegel Ihrer Gedanken.

Die Wirkung meiner Überzeugungen

Für meine eigenen Geld-Überzeugungen bedeutete das bislang: ich war nie reich, und es war mir wichtig, dass jeder das sah. Dafür sorgte mein Outfit – schlicht gekleidet, ungeschminkt und grundsätzlich mit alten Autos unterwegs. Ich sorgte immer, dass ich bezahlte Arbeit hatte – egal um welchen Preis, und es war immer genug Geld da – aber niemals mehr. Ich konnte mich darauf verlassen, dass nach einer Ausgabe ziemlich bald neues Geld zu mir floss. Aber ich reizte das System nicht aus. Zwar gab ich Geld für unnütze Dinge aus, achtete aber darauf, den Umfang möglichst gering zu halten.

Keine Geldsorgen und trotzdem unzufrieden

Alleine der Anspruch, immer einen bezahlten Job zu haben, reicht schon, die Unzufriedenheit in Person in sein Leben zu ziehen. Wieviele Kompromisse machen Sie in Ihrem Job? Wie oft schon glaubten Sie, mit selbstbestimmter Arbeit erfolgreicher zu sein, wurden aber vom Chef, vom System, von Ihren Kollegen oder einfach nur von Ihrem Sicherheitsdenken daran gehindert?

Glauben Sie mir, man kann sich hereinsteigern in diesen Kreislauf und sich damit beruhigen, dass es eben so ist, und das System sich nicht ändern lässt, und dass Andere noch viel schlimmer dran sind. Auf Dauer führt das in eine tiefe Depression oder sogar in Krankheiten wie Rückenbeschwerden, Burn-Out oder gar Suchterkrankungen.

Überzeugungen verändern

Wenn Sie jetzt vermuten, Sie müssten nur Ihre Denkweisen hinterfragen, Ihre Überzeugungen verändern, und mutig den ersten Schritt tun, dann liegen Sie genau richtig. Aber Achtung: Während Sie all Ihren Mut zusammen nehmen und von Ihren Plänen erzählen, sind umgehend zahlreiche Berater zur Stelle, die Ihnen die Risiken in dunkelsten Farben aufzeigen.

Diesen Schritt gehen Sie alleine – oder mit einem Berater, der Sie ernst nimmt und Sie unterstützt.

Den passenden Partner finden

Wie ein Hinweis aus dem Universum drängte sich mir eine Webseite auf, nach der ich nicht einmal gesucht hatte: Nicole Rupp’s Geldbeziehung. Ich las alle Inhalte auf ihrer Seite und fand die Bestätigung dafür, dass ich mit meiner Haltung und meinem Denken meine Umgebung gestalte. Nach einem kostenlosen Erstgespräch wusste ich, dass sie mein Coach werden sollte. Ich kündigte meinen Job, gründete eine eigene Firma, und achte nun sehr sorgsam darauf, dass meine Arbeit Spaß macht.  Da Nicole ebenfalls auf die Begleitung von Existenzgründern spezialisiert ist, lerne ich außerdem den Umgang mit Kunden, die richtige Preisgestaltung, die Organisation von Arbeitsläufen und vor allem: das Schaffen von Freiräumen für mehr Ausgeglichenheit und Kreativität.

Danke Nicole! Es macht Freude, Dich als Coach zu empfehlen!

Wer wird Ihr Partner sein?

Es gibt nicht den besten Coach. Es gibt aber sicherlich für Jeden von uns den passendsten Coach. Wer für Sie der passendste Partner ist, finden Sie ganz leicht heraus:

  • Nutzen Sie nach Möglichkeit immer ein erstes Gespräch
  • fühlen Sie, ob die Chemie stimmt
  • Sie merken es garantiert, wenn Sie mit einem Berater auf derselben Wellenlänge liegen.
  • Wird eine Geld-zurück-Garantie angeboten, falls die Zusammenarbeit nicht klappt?
  • Gibt es Referenzen, die Sie vielleicht sogar kontaktieren dürfen?

Ich wünschen Ihnen von Herzen Erfolg auf Ihrem Weg zu mehr Zufriedenheit und Reichtum.

Und ja: ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir von Ihrem persönlichen Weg berichten wollen: ruth@rromail.de

Holzkohle selber machen

Als letzte Woche endlich der Sampada Pyrokocher eintraf, gab es nichts eiligerer zu tun, als ihn gleich auszuprobieren. Hier meine Erfahrungen dazu:

Holzvergaserofen

Sampada PyrokocherIn einem Beitrag im EM-Journal las ich zum erstenml von Terra Preta, der schwarzen, äußerst fruchtbaren Erde, die in Mittelamerika aus der Zeit früher Generationen gefunden wurde. Die Erde ist mit Holz angereichert, und man geht davon aus, dass Holzkohle der Ursprung dafür ist. Nach langen Recherchen traf ich auf das Thema der Holzvergasung und fand schließlich in Indien einen Hersteller, der einer Holzvergaserofen anbietet. Meine Importversuche scheiterten an den hohen Transportkosten, und so freue ich mich riesig, dass Norbert Wielgosch dies in die Hand genommen hat, und nun in seinem Online-Shop unter sampada.de diesen Ofen und weitere Geräte desselben Herstellers auch für Deutschland anbietet.

Ziele

Neben dem spannenden Thema, Holzkohle selbst herzustellen und damit eine Basis für die Herstellung von Terra Preta zu haben, suche ich nach einer Lösung, im Freien zu kochen. Es geht nicht um vollständige Menüs sondern eher um das Färben von Wolle, das Entsaften von Obst, oder das Kochen von Roter Beete oder Pansen, die in der Küche für schlecht Luft sorgen würden.

Der Pyrokocher

Vergaser KesselEr besteht aus dem inneren Brennkessel, der in der Mitte ein nach oben geschlossenes Rohr mit Düsenöffnungen unter dem oberen Rand besitzt. Später zeigt sich, dass durch diese Düsen das Holzgas getrieben wird und ähnlich wie beim Gasherd verbrennt.

Ein Stahlzylinder wird nach dem Anbrennen über den Kessel gestülpt und nach oben mit einem Stahlring und den Auflagen für den Topf abgeschlossen.

 

Aufstellen des Kochers

Luftdurchlass von untenWegen der zahlreichen Warnungen in der Anleitung stellte ich den Kocher auf den Feuerplatz direkt in die Asche. Das erwies sich jedoch schnell als ungünstig, weil die Füße dort einsinken und so keine Luft mehr unter dem Kocher zirkulieren kann. So habe ich bei einem nächsten Versuch eine Steinplatte als Unterlage benutzt.

 

Brennmaterial

KleinholzZunächst verwendete ich kurze Astholzstücke (ca. 10 bis 15 cm lang), die ich locker im Kessel aufschichtete. Der Brennvorgang war okay, die Vergasung setzte schnell ein, aber die Brenndauer war recht kurz. Ich vermute, dass das recht sperrige Material einfach zu  große Lufträume verursachte und den Brennvorgang dadurch zu sehr beschleunigte.

KiefernzapfenHackspäneFür die nächsten Versuche werden nun kleinere Holzstücke und Kiefernzapfen gesammelt, die allerdings nach der langen Regenperiode erst noch trocknen müssen.

 

Das Anzünden

Hierzu verwende ich Bio-Kaminanzünder. Ein Klötzchen wird angezündet und oben auf das Brennmaterial gelegt. Das ist so vorgesehen, da die Verbrennung von oben nach unten erfolgt. Schon nach wenigen Minuten haben die ersten Hölzer Feuer gefangen und die Stahlhülle kann aufgesezt werden. Erst jetzt ist eine Voraussetzung erfüllt, dass die entstehenden Gase wieder nach oben geführt werden und dort verbrennen können. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Vergasung noch besser in Gang kommt, wenn bereits ein Topf auf dem Kocher steht, also ein gewisser Abschluss nach oben gegeben ist.

Die Vergasung

Um diesen Prozess optisch besser darstellen zu können, habe ich den Kochtopf kurz vom Kocher entfernt. Die Gasverbrennung habe ich an drei Stellen beobachten können: an den Löchern im unteren Bereich des Brenn-Kessels, wobei diese bei einer dichteren Bestückung mit Brennmaterial sicherlich eher zum Austritt des Gases gedacht sind, an den Düsenöffnungen im oberen Berich des Innenzylinders  und zwischen dem oberen Rand des Brennkessels und der Außenhülle. Ich gehe aber davon aus, dass mit einer anderen Bestückung mit Brennmaterial hier ganz andere Erfahrungen zu machen sind.

Der Kochtopf

Zunächst mochte ich keinen guten Kochtopf aus der Küche verwenden und fand auf dem Dachboden einen 4-Liter-Emaille-Topf mit leicht rundem Boden. Er passte so gerade auf die drei Halter. Das Wasser darin wurde sehr schnell heiß, aber die Flammen im Kocher ließen schon nach, so dass ich Brennmaterial durch den Spalt zwischen Topf und Kocher nachlegen musste. Dieser Versuch endete schnell damit, dass der Kochtopf umkippte und das Wasser die Verbrennung jäh beendete.

Also nahm ich doch den guten Suppentopf aus der Küche. Zwei Liter Wasser kochten schon nach 14 Minuten. 7 Liter Wasser kamen nicht ganz zum Kochen, was ich persönlich sehr vorteilhaft finde. Man kann die Hitze beim Pyrokocher nicht regulieren. Um aber Wolle zu färben, darf das Wasser nicht kochen. Wenn sich also die Temperatur ür die Wassermenge regulieren lässt, so ist das eine gute Alternative.

Die erste Holzkohle

Trotz der kurzen Brenndauer und der unerwartet stürmischen Vergasung blieben immerhin noch einige Holzkohlestückchen übrig. Ich habe sie aus dem Brennkessel auf den Boden gekippt und mit Wasser gelöscht. Das Ergebniss kommt daher, wie echte Holzkohle.

 

Ausblick

Meine nächsten Versuche mit anderem Brennmaterial werden sicherlich einige Aufschlüsse geben was Hitze, Vergasungsprozess und Brenndauer angeht. Ich werde bei Gelegenheit dazu berichten.

 

 

 

Bücher lokal kaufen ist Ehrensache

Haben auch Sie sich schon einmal darüber gewundert, dass die hochgepriesenen Neuerscheinungen bei Thalia doch nicht das erhoffte Lesevergnügen brachten? Oder fragen Sie sich manchmal, warum der kleine Buchladen um die Ecke gar keine Bestsellertische mehr hat?

Ein Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung im Oktober 2009 beschreibt sehr anschaulich die Situation im Buchhandel und Verlagswesen, wie sie durch einen großen Filialisten weiter verschärft wird, vielleicht sogar ursprünglich ausgelöst wurde.

Der Beitrag steht als PDF-Datei unter dem Titel „An der Kette“, von Birk Meinhardt auf den Seiten der Kurt-Wolff Stiftung zum Download bereit.

Zugegeben – die Online-Bestellung von Büchern und anderen Medien ist an Komfort kaum zu überbieten.

Doch jeder, der schon einmal im kleinen Buchladen um die Ecke die Begeisterung des Buchhändlers erleben durfte, der ein Buch emphiehlt, das er gerade selbst gelesen hat, und das anschließende Lesevergnügen noch lange in Erinnerung behält, weiß, dass es eine Verantwortung gibt, diese Form des Buchhandels zu schützen.

Bücher online suchen und dennoch lokal kaufen

Mit http://www.doetsch.de betreibt mein netter Buchladen einen Onlineshop mit einem enormen Angebot an deutschen und ausländischen Titel, eBooks, CDs, DVDs, und vielem mehr. Es handelt sich um das Angebot von libri.de, das den lokalen Buchhandel als Partner unterstützt. Bücher, die ich dort bestelle, kann ich oft schon am nächsten Tag im Buchladen abholen, oder sie mir nach Hause senden lassen.

Das Abholen hat den unschätzbaren Vorteil, dass ich den Besuch im Buchladen mit einer kleinen Schmökerrunde verbinde – die guten Emfpehlungen des Buchhändlers inbegriffen.

Erst mal schauen, was Libri hat?

Hoffest beim Biohof Bolten

Biohof Bolten, NiederkrüchtenAm 13. Juni 2010 veranstaltet der Biohof Bolten ein Hoffest. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Schaf.

zur Veranstaltung am 13.6.2010

ab 11:00 Uhr:

Dam 36
41372 Niederkrüchten-Dam

http://biohof-bolten.de/

Dem Biohof bin ich in gleich mehrerer Hinsicht verbunden:

  • die leckersten Biomöhren weit und breit – und vor allem: die Möglichkeit, günstig die nicht ganz so schön geratenen Möhren zu erwerben! Unsere Schafe feiern im Winter regelmäßig Möhren-Feste.
  • Meine Cousine Barbara, die sich um den Hofladen kümmert. Man hat den Eindruck, sie kennt jedes Produkt persönlich, den sie kann stets die passende Empfehlung zu den Bedürfnissen ihrer Kunden geben. Dank Barbara lernte ich die leckersten Käsesorten kennen.
  • die lokale Nähe zu meinem Wohnort! Lokal Einkaufen ist ein zentrales Thema, wenn es darum geht, nachhaltig und vor allem klimaschonend zu konsumieren.

Zum Hoffest bin ich eingeladen, das Spinnen von Wolle zu demonstrieren.

An diesem Tag zeige ich, wie man ein Spinnrad bedient. Dazu benutze ich die rohe, ungewaschene Wolle eines unserer Schafe. Ungewaschen deshalb, weil es gerade für Anfänger viel leichter ist, die noch fettige Wolle zu verarbeiten. Wird die Wolle erst nach dem Verspinnen gewaschen, so wird sie wunderbar weich und luftig.

DollyAn dieser Stelle ein Dankeschön an unser Schaf Dolly, die uns ihre leicht gescheckte Wolle überläßt.

Aber auch das Spinnen von Hand wird seinen Platz bekommen. Wir werden eine Reihe von Handspindeln vorbereiten, und gemeinsam daran über, wie vor Urzeiten bereits Dornröschen ihr Garn herstellte.

Falls dies alles für die Kinder zu langweilig ist, gibt es außerdem die Möglichkeit, kleine Teddybären zu filzen. Hier stelle ich das sogenannte Nadelfilzen vor, ein Verfahren, das ganz ohne Wasser und Seife sehr schöne Ergebnisse liefert.

Wer nicht zum Hoffest kommen kann, findet in der kommenden Woche an dieser Stelle ein paar Fotos von dem Fest.

Einfach besser leben

Worldwatch Institute: Zur Lage der Welt 2010
Worldwatch Institute: Zur Lage der Welt 2010

Worldwatch Institute (hrsg.):  Zur Lage der Welt 2010, „Einfach besser leben“ – Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil

Gut leben, doch nicht auf Kosten anderer – wäre das nicht erstrebenswert?

Aus dem Klappentext:

Im Moment ist unser Wohlstand auf Pump gekauft – bezahlten müssen die Ärmsten und die kommenden Generationen. Unser Konsumverhalten plündert die Erde und produziert endlos Abfall. Dieser Raubbau an der Natur, die katastrophalen Folgen des Klimawandels, die schreiende Ungerechtigkeit zwischen den armen und reichen Ländern, die Verheerung in den Seelen vieler Menschen – all dies erfordert mehr als ein paar kleine polititsche Reformen oder ein Stellen an der Steuerschraube. Wir stehen an einem Scheideweg, an dem unser Herz gefragt und unser Kopf gefordert ist.

Die notwendigen Veränderungen werden umfassend sein: Sie betreffen unsere Art zu wirtschaften ebenso wie unser individuelles Handeln. Wir brauchen eine neue Kultur der Nachhaltigkeit. Im Beruf. In der Schule. In unserem täglichen Leben.

Was im Einzelnen dafür getan werden muss, das beschreibt der Bericht „Zur Lage der Welt 2010″ des renommierten Worldwatch Institue in Washington in seinem siebenundzwanzigsten Jahr.

Die deutsche Ausgabe erscheint in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch.

eigene Anmerkungen:

Die Beschreibung der aktuellen Situation hinsichtlich Klimaveränderungen, Ressourcenknappheit, Bildungssystem, Kultur und wirtschaftlicher Lage nimmt in dem Buch nur so viel Raum ein, wie es zur Verdeutlichung möglicher Auswege erforderlich ist. So ist der überwiegende Teil des Werkes möglichen Lösungsansätzen gewidmet, die teils sogar an Hand von Beispielen aus anderen Kulturen als durchaus praktikabel erscheinen.

Für alle Bereiche gibt es zahlreiche Anregungen, so dass für jeden, der an einer sozialen Bewegung zu einem besseren Leben mitmachen möchte, etwas dabei ist.

Worldwatch Institue (Hresg.): Zur Lage der Welt 2010
Einfach besser leben - Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil

Warum Libri?

Antipreneur Shop

ANTIPRENEUR-SHOP – Gibt Waren einen Korb

So lautet der derzeitige Slogan des wohl ungewöhnlichsten Online-Shops, den ich bislang fand.

Alle angebotenen Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben einem hohen Nutzwert extrem ressourcenschonend hergestellt wurden, ausschließlich in ehrenamtlicher Tätigkeit entstanden sind, für zahlreiche Anlässe und/oder Personenkreise geniale Geschenkideen darstellen und das zu absolut fairen Preisen.

Der Einkauf in diesem Shop schont garantiert die Umwelt und ist ein echter Schritt zum Ausstieg aus einer konsumistischen Kultur wie wir sie heute erleben.

Ein Besuch des Shop verpflichtet natürlich zu nichts. Jeder kann sich in Ruhe umsehen. Nur eine Bitte: Achtet auf die Öffnungszeiten, schließlich wollen die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter auch mal etwas Ruhe genießen.

Natürlich in Viersen

„Natürlich in Viersen“ – die Doppeldeutigkeit ist Programm!

  • Natürlich im Sinne von selbstverständlich möchte zum Ausdruck bringen, dass es den Bewohnern des Kreises wichtig sein mag, sich bei ihrem Tun zu allererst vor Ort umzusehen: sei es bei der Planung von Aktivitäten, beim Einkauf oder bei der Bereitstellung ihrer Fähigkeiten als Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Ehrenamtler oder einfach nur als Bürger.
  • natürlich im Verständnis von naturverbunden oder naturbelassen meint hier das Engagement der Bewohner unseres Kreises für mehr nachhaltiges Wirtschaften, für Klimaschutz und ingsesamt für eine l(i)ebenswerte Zukunft.

Derzeit noch in der Phase der Ideenfindung hoffe ich mit diesem Beitrag Gleichgesinnte zu finden, die Spaß daran haben, die Zukunft mit zu gestalten.

Was können wir tun?

Diese Frage begegnet mir immer häufiger im Netz. Wer angesichts zahlreicher Berichte zur Lage der Welt, dem gescheiterten Klimagipfel in Stockholm und immer neuer Katastrophenberichte fragt: Was kann denn ICH tun?, der mag sehr schnell kapitulieren. Viel zu mächtig scheinen die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Gute Tipps fand ich unter WeAreWhatWeDo und kaufte mir auch gleich eines der dazu erschienenen Bücher (englisch):

we are what we do:
Change The World For Ten Bucks

Change The World For Ten BucksAls die Initiatoren öffentlich die Frage stellten: „Welchen Tipp würden Sie einer Million Menschen geben, die Welt zu verändern?“  erhielten sie tausende von Vorschlägen aus allen Teilen der Welt, und es entstand dieses Buch, das erstmalig 2004 in England erschien.

Faszinierend daran sind die kleinen Dinge, die jeder ohne großen Aufwand tun kann, und die dennoch in der Summe soviel bewirken können.

Jeder Vorschlag ist farbig illustriert und so liebevoll gestaltet, dass das Buch auch eine schöne Geschenkidee ist.

Die Vorschläge sind ebenso auf der oben genannten Webseite veröffentlicht.
Zur Buchbestellung bei Libri.de:

Change the World for Ten Bucks: Small Actions X Lots of People = Big Change

Warum Libri?

Warum Libri?

In verschiedenen Beiträgen möchte ich Bücher empfehlen, die das Thema vertiefen mögen oder die mich erst auf das Thema brachten.

Die Bücher sind mit einem Link zu Libri.de versehen und können so per Klick gekauft werden.

Libri.de ist ein Online-Buchladen, der neben den üblichen Versandwegen auch die Abholung im lokalen Buchladen anbietet.

Auf die Art fördern Sie Ihren lokalen Buchhändler. Und: Wenn Sie das so bestellte Buch dort abholen, gibt es sicher wieder eine nette Gelegenheit, sich nach Neuerscheinungen umzuschauen oder sich einfach vom Buchhändler ein paar Empfehlungen zu holen.

Möchten Sie erstmal schauen, wer Libri.de ist?

Provision

Falls Sie sich entscheiden, die von mir empfohlenen Bücher per Klick auf einer dieser Seiten zu bestellen, so erhalte ich über das Partnerprogramm eine kleine Provision, die ich vollständig für gemeinnützige Projekte weitergebe. Daher danke ich schon jetzt für Ihre Mithilfe.